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Unity Insider Forum
Blubberbob

Game ohne code?

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Hi,
ich steige gerade ganz frisch in unity ein und habe direkt mal eine erste Frage.
Da ich aus der grafischen Richtung komme, ist es für mich einfacher visuell zu arbeiten. Deshalb meine Frage:
Kann man Games erstellen ohne zu coden? Es gibt ja wohl einige Lösungen wie "Bolt", die auf Nodes basieren.
Gibt es da noch weitere und welche sind empfehlenswert? Oder sollte man sich doch lieber durch die Programmierung quälen?

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Grüße Dich.

Es gibt durchaus Lösungen. Schaue im Asset-Store mal nach "visuell Scripting". Da findest Du einige. Leider kann ich Dir nichts empfehlen, da ich keinen nutze.
Es scheinen viele den Playmaker zu nutzen und damit zufrieden zu sein. Mir persönlich würde uScript zusagen(gerade im Angebot).

PS: Wenn dein Vorhaben nicht sonst irgendwie komplex werden soll, würde ich Dir zwar nicht direkt empfehlen Programmieren zu lernen, aber tun solltest Du es trotzdem. Ob Du Dich in so ein Tool einarbeitest, oder ein wenig Programmieren lernst, kommt aufs selbe raus(meine Meinung) und kostet erst einmal nix. Zumal wenn Du selber codest, kann Dir hier am schnellsten geholfen werden. Wenn Du mit dem Tool nicht klar kommst, kann Dir hier (evtl.) keiner auf der Schnelle helfen - außer deren Forum und Community.

Da Du von quälen schreibst. Quäle Dich nicht mit den Gedanken ob Du ein Tool nutzen, oder Programmieren lernen solltest. Das Ergebnis zählt!
Wenn Dir dein Gefühl "Tool" sagt - greife zu! Wenn es Dir "Coden" sagt - Leg los!

 

Viel Spaß mit Unity!

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Ich habe vor ca. einem Jahr komplett unerfahren (OK, vor 20 Jahren mal etwas mit Basic gemacht) mit Unity angefangen. Als Bauzeichner komme ich auch eher aus dem zeichnerischen Bereich und habe mir meine 3D Modelle erstellt. Diese mußten sich dann aber bewegen und somit musste ich mich zwangsläufig mit der Programmierung beschäftigen. Und nun? Mir macht das Programmieren mehr Spaß als das Zeichnen. Weil ich tagüber schon zeichne ist es abends eine tolle Abwechslung etwas anderes zu machen. Und wenn dann etwas funktioniert was man selber programmiert hat - einfach toll.

Hab bloß keine Angst vor dem Programmieren. Mein Tip: fang aber ersteinmal mit den Grundsätzen von C# an, ohne Unity. Kauf dir hierzu ein Buch, nicht zu dick (entmutigt) , nicht zu dünn (erklärt oft nur oberflächig). Ich hatte ein Buch von Thomas Theis: "Einstieg in C# mit Visual Studio 2017", in dem ich immer wieder nachlese.

Und: bei Problemen wird dir hier echt geholfen. Ich weiß ja nicht, wo z.B. Sascha, malzbie, Kojote oder ZerOCool die Nerven her nehmen und den eigenen Code zerpflücken und neu aber besser wieder zusammenfügen. Aber die (und noch vieeeeeeeeeeeele mehr - bitte nicht sauer sein weil ich nicht alle genannt habe😀) machen das.

Viel gelabert, deshalb hier die Zusammenfassung: Programmieren macht sau viel Spaß!!! Hätte ich nie gedacht.

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Visuelle Programmierwerkzeuge gibt es zu Hauf, mehr oder weniger gut und je nach Aspekt ist das eine oder das andere besser. Allerdings haben alle eins gemein: Du musst logische Abläufe von Prozessen verstehen, also wie ein Programmierer denken. Was Du nicht musst, ist die Syntax der Sprache zu lernen, in den meisten Fällen im Bezug auf Unity C#.

Beispiele, welche ich persönlich empfehlen kann sind:

  • PlayMaker, Einstieg einfacher
  • Bolt, Einstieg auch nicht sehr schwer und man kann auch kleinteiligeren Code damit programmieren

Wenn man noch gar keine Erfahrung hat oder je nach Aspekt, ist PlayMaker die bessere Wahl.

Und zwar weil PlayMaker sogenannte Actions, also Funktionsblöcke, nutzt. Diese fassen oft auch relativ komplexe Abläufe in einem Block zusammen.

Diese kannst Du dann in einem Zustand, der aktiv ist, verknüpfen.

Z.B. Zustand "Warte auf Eingabe" und dort hast Du die Actions "Wait For Keyboard" und "Wait For Mouse" oder so.

Riesenvorteil: PlayMaker hat das sogenannte "EcoSystem", eine Art App Store für Funktionsblöcke, in dem Du suchen kannst und im besten Fall gibt es für dein Problem schon eine fertige Lösung/Action. Diese kommen von der jahrelangen Community und sind kostenlos.

Bei Bolt kann es auch so ähnlich sein, da heißen diese Actions dann z.B. Macros. Zusätzlich kannst Du dort aber auch "normal" programmieren mit allen Möglichkeiten des .Net Frameworks, nur dass der Code eben nicht aus Text Code besteht, sondern aus vielen kleinen Blöcken. Diese kann man aber wieder zusammenfassen und als Block nutzen.

Also auch eine Geschmackssache... Wer in der Unreal Engine 4 mit Blueprints programmiert hat, würde sich wohl mit Bolt zu Hause fühlen.

Bei weiteren Fragen einfach fragen. :) 

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Die Frage ist halt, wer das programmiert und wie weit das hinter den jahrelangen Platzhirschen auf dem Markt herhinkt. Aber, dass sie es einbauen wird Zeit aus Konkurrenzsicht. :) 

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Denke schon, dass du ohne Programmierung was hinbekommst. Aber du bist halt immer limitiert.

Programmieren tust du ja nicht nur, mit welcher Taste welche Animation abgespielt werden soll, sondern auch kompliziertere Dinge wie Speicher/Lade-System, Inventar, Item-Management, ein System um grössere Levels preformant zu halten. Ich wüsste nicht, wie ich das ohne Programmierkenntnisse alles handeln sollte.

Wenn du ein richtiges, grösseres Projekt umsetzen willst, kommst du da nicht drum rum. Ausser du bezahlst jemand, freiwillige wirst du dafür nicht finden.

Aber verstehe dein Problem nicht, Programmieren macht Spass!! 😀

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vor 9 Minuten schrieb Thariel:

Denke schon, dass du ohne Programmierung was hinbekommst. Aber du bist halt immer limitiert.

Programmieren tust du ja nicht nur, mit welcher Taste welche Animation abgespielt werden soll, sondern auch kompliziertere Dinge wie Speicher/Lade-System, Inventar, Item-Management, ein System um grössere Levels preformant zu halten. Ich wüsste nicht, wie ich das ohne Programmierkenntnisse alles handeln sollte.

Wenn du ein richtiges, grösseres Projekt umsetzen willst, kommst du da nicht drum rum. Ausser du bezahlst jemand, freiwillige wirst du dafür nicht finden.

Aber verstehe dein Problem nicht, Programmieren macht Spass!! 😀

Mindestens um die Logik an sich zu verstehen, ist das aber dennoch ein cooler Weg für Einsteiger und mit Bolt kannst Du schon recht tief gehen, weil der "alle" Features über Reflection anbietet, die Du auch in C# machen kannst. Jetzt mal von generischem Programmieren, Interfaces und sowas abgesehen, das weiß ich nicht. :) Und wenn man an den Punkt kommt, dass es damit nicht geht, kann man auch auf Code oder Hybridlösungen umsteigen. Und visual scripting verstehen ist auch von Vorteil, wenn man mal mit Grafikern zusammenarbeitet, die z.B. PlayMaker verstehen.

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Grundsätzlich würde ich auch gerne coden können, aber ich glaube, dass ich mehr Spaß daran finde, dass ich meinen Illustrationen und Charakteren leben einhauchen kann und das möglichst einfach, bzw. nach meinen Denkstrukturen. Interessant wird es dann, wenn es eine Auftragsarbeit wird und der Code auch dann allen Wünschen des Kunden entsprechen soll. Aber ich glaube, wenn es dann so tief geht, ist es sowieso besser mit C-Entwicklern weiter zu arbeiten. Trotzdem: Einige Begriffe/wichtige Befehle möchte  ich schon draufkriegen.

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Mit so einem Tool wird @Blubberbob nicht einfach einfach Spiel erstellen. Auch mit Visual Scripting ist es ne menge Arbeit. Und du machst am Ende die selbe Logik, Visual Scripting ist immer noch Scripting. Ist da der Sprung von von einem richtig guten Visual Scripter zum Programmierer so gross?

Für einen Prototypen reicht Visual Scripting vielleicht, aber ich schätze es reicht nicht für ein richtiges Projekt.

Ich würde  @Blubberbob empfehlen, einfach mal mit Visual Scripting zu beginnen und einen Prototypen zu erstellen.

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vor 2 Minuten schrieb Blubberbob:

Grundsätzlich würde ich auch gerne coden können, aber ich glaube, dass ich mehr Spaß daran finde, dass ich meinen Illustrationen und Charakteren leben einhauchen kann und das möglichst einfach, bzw. nach meinen Denkstrukturen. Interessant wird es dann, wenn es eine Auftragsarbeit wird und der Code auch dann allen Wünschen des Kunden entsprechen soll. Aber ich glaube, wenn es dann so tief geht, ist es sowieso besser mit C-Entwicklern weiter zu arbeiten. Trotzdem: Einige Begriffe/wichtige Befehle möchte  ich schon draufkriegen.

Ich rate Dir, die Scripting Referenz einfach mal durchzuschauen. Weil welche Objekte es im Unity Universum gibt, ist immer gut zu wissen. :) Abgesehen von den ganzen Tutorial Videos natürlich. ;)

https://docs.unity3d.com/Manual/index.html

https://docs.unity3d.com/560/Documentation/ScriptReference/index.html

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vor 1 Minute schrieb Thariel:

Mit so einem Tool wird @Blubberbob nicht einfach einfach Spiel erstellen. Auch mit Visual Scripting ist es ne menge Arbeit. Und du machst am Ende die selbe Logik, Visual Scripting ist immer noch Scripting. Ist da der Sprung von von einem richtig guten Visual Scripter zum Programmierer so gross?

Für einen Prototypen reicht Visual Scripting vielleicht, aber ich schätze es reicht nicht für ein richtiges Projekt.

Ich würde  @Blubberbob empfehlen, einfach mal mit Visual Scripting zu beginnen.

Doch es reicht theoretisch und oft praktisch für ein richtiges Projekt, aber wenn es komplexer wird, muss man ggf. diverse Aspekte doch coden. Da gebe ich Dir absolut Recht. Der Vorteil ist, das man beide Welten perfekt miteinander verschmelzen kann.

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vor 7 Stunden schrieb Blubberbob:

nach meinen Denkstrukturen

Wie @Thariel schon anders gesagt hat: Mach dir da mal keine Illusionen - wie ein Spiel funktionieren muss, musst du so oder so lernen. Der Unterschied zwischen klassischem Coding und Visual Scripting ist nur, dass du bei Visual Scripting nicht die Syntax der Sprache lernen musst.

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Zitat

Grundsätzlich würde ich auch gerne coden können, aber ich glaube, dass ich mehr Spaß daran finde, dass ich meinen Illustrationen und Charakteren leben einhauchen kann und das möglichst einfach, bzw. nach meinen Denkstrukturen.

Das kann ich total nachvollziehen und denke mal da ich ticke genau wie du. Scripten ist nicht meins , wird es auch nie aber programieren  ist ja nicht nur coden,  sondern auch Logik und Kreativität , daher Ich kann dir Playmaker auch empfehlen. Macht total Spaß damit seinen Ideen Leben ein zu hauchen .

Hier an Bord ist auch ein ein  großes WIP und Tutorials gibt es vom Macher auch 

 

https://forum.unity-community.de/topic/8376-cryptarium/

 

https://www.youtube.com/watch?v=bJu8vVfrcmI

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Ich kann mich wiederum fairygirls Post anschließen.

Programmieren ist eine sehr kreative Arbeit. Es führen dabei mehrere Wege nach Rom beim programmieren. Damals sagte ich auch immer, das programmieren nix für mich ist, da trocken und langweilig.

Vor jetzt genau einem Jahr habe ich mit den Basics und Fortgeschrittenen in C# Themen in Visual Studio angefangen. Und bin immer noch dran. 

Vor paar Monaten habe ich dann mit Unity angefangen. An der Stelle kann ich dir Malzbies Tutorials ans Herz legen. ( Andere haben bestimmt auch super Tutorials gemacht. Aber bis jetzt kenne ich nur seine ). Das bietet dir einen schnellen Einstieg, zeigt dir das Interface und du siehst erste Erfolge. 

Und wenn du dann selbst damit anfängst etwas zu basteln, ist jeder Erfolg sowas wie Gehirn-Sex. Es treibt dich immer weiter an und motiviert dich. Du erschaffst aus dem "Nichts" etwas.

Aber wenn du schon sagst, dass du künstlerisch tätig bist, dann kombiniere das. EIn Spiel zu machen, braucht dann zwar noch mehr Zeit, aber du musst dir dann wenigstens keine cc0 Sachen holen oder Assets kaufen.

Ich weiß, es war jetzt nicht zu 100% eine Antwort auf deine Frage. Vielleicht will ich dir nur damit sagen, dass es eventuell dann ganz anders kommt, wie du denkst ;)

 

Gruß

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Als Programmiere kann ich mir auch vorstellen Visual Scripting zu benutzten, z.B um ein Grundgerüst zu erstellen.

Ich kann mir das gut bei ECS vorstellen, wo mein eine System Klasse mittels Visual scripting erstellt, dabei definieren welche Komponenten man braucht, die Jobs und deren Abhängigkeiten erstellt, Unity erstellt die c# Klasse und am Ende programmiert man die Jobs per Hand aus. 

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